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Standort:  Startseite > News > Wie funktioniert der Videobeweis im Ausland?
Donnerstag, 17. Januar 2019

Wie funktioniert der Videobeweis im Ausland?

14.12.2015 - 11:53 Uhr • micha       

In der Saison 2017/18 wurde der Videobeweis in Deutschland eingeführt. Statt Vorbildcharakter wurde das Erlebnis für Liga, Vereine und Fans vielmehr zu einem Albtraum, der sich bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland fortzusetzen drohte. Doch statt Problemen gab es dort meist effiziente Arbeit. Wie sieht es unterdessen im Rest Europas aus, der bereits mit Videobeweis ausgestattet ist?

Ähnliche Probleme in Australien


IMAGE SOURCE: Twitter

Die UEFA sorgte mit der Einführung des Videoassistenten in der Champions League zuletzt für Aufsehen, nachdem sich die Verantwortlichen noch recht lange gegen die moderne Technologie gesträubt hatten. Der größte Kritikpunkt lag darin, dass die Funktionalität noch nicht komplett sicherzustellen sei. Nun kann es scheinbar nicht mehr schnell genug gehen, sodass bereits in der laufenden Saison ab dem Achtelfinale hinter dem Bildschirm kontrolliert wird, was die Unparteiischen entscheiden. Die aktuellen Nachrichten zu dieser Thematik sollten vor allem den FC Bayern erfreuen, der in den letzten Jahren im Endstadium der Champions League immer wieder Pech mit den Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns hatte. Auch die englische Premier League führte zuletzt den VAR ein, der ab der Saison 2019/20 aktiv werden soll.

In Australien gibt es unterdessen ähnliche Probleme wie in Deutschland zu beklagen.Wann genau greift ein Schiedsrichter ein, wann tut er es nicht, und wie lange darf eine Überprüfung dauern? Was in der Bundesliga zwischen Augsburg und Leipzig in einer Pause von 4:50 Minuten ausartete, dauerte es bei einer Partie vom Sydney FC ebenfalls endlose vier Minuten, ehe ein klarer Elfmeter zugunsten der Küstenstädter gegeben wurde. Das Chaos im lokalen Fußball sorgte für die Ablehnung der Zuschauer, die den Videobeweis gerne wieder abschaffen möchten. Ähnliche Stimmen wurden in Deutschland bei jeder größeren Fehlentscheidung ebenso laut.

Grundsätzlich positive Statistiken des VAR


IMAGE SOURCE: Twitter

Eine deutlich stärkere Leistung bietet der Videoassistent immerhin in Italiens Serie A. Auch wenn nicht sämtliche Entscheidungen golden glänzen, erhält der VAR dennoch überwiegend positive Kritiken. Das liegt vor allem daran, dass die Unterbrechungen im Gegensatz zu den oben erwähnten Beispielen in Deutschland und Australien sehr gering gehalten werden. Insbesondere der Fakt, dass die Videoassistenten an jedem Spieltag vor dem Stadion in einem Wagen statt gemeinsam in einer Stadt platziert sind, scheint bei der Angelegenheit hilfreich zu sein. Es gibt mehr Raum für Eigeninitiative statt dem überwachenden Auge des Projektleiters in Deutschland. Zudem ist dies einweiterer Faktor für die Schnelligkeit der Entscheidungen.

Wer einen Blick auf die Infografik im Betway Blog wirft, erkennt schnell, dass die Resultate seit der Einführung des Videoassistenten in Deutschland nicht besonders negativ sind. In der aktuellen Spielzeit kommt das Hilfsmittel auf 98,1% richtige Entscheidungen. Insgesamt wäre ohne den Einsatz von VAR eine sehr hohe Anzahl von 24% aller Spiele nicht korrekt ausgegangen. Bei aller Kritik an den Zeiten, die sicherlich verbesserungswürdig sind, scheint es bei einem Viertel inkorrekter Ergebnisse dennoch einen Mehrwert darzustellen, das Hilfsmittel beizubehalten. Selbst in der viel kritisierten Spielzeit 2017/18 hielten sich die Korrekturen pro Spieltag letztlich in Grenzen und lagen bei 2,2. Diese Zahl könnte aktuell sogar noch sinken.





 
 

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