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Standort:  Startseite > News > Die Meister der Kreisliga A Brilon (von 1945 bis 2013)
Mittwoch, 20. Februar 2019

Die Meister der Kreisliga A Brilon (von 1945 bis 2013)

Ein Rückblick auf die Meister und Kreisvorsitzenden

05.06.2013 - 22:38 Uhr • Babi • 1 Kommentar       

Die Meister der Fußball A-Kreisliga Brilon im Sauerland von 1945 bis heuteSeit 1945 existierte der Fußballkreis Brilon in der Form, wie wir ihn heute kennen. 2013 erfolgte nun der Zusammenschluss mit dem Fußballkreis Meschede zum neuen Fußballkreis Hochsauerland. Dieser Beitrag soll einen kleinen Blick auf die Geschichte werfen, in diesem Fall auf die Meister der Kreisliga A (alte Bezeichnungen: 1. Kreisklasse, wie sie bis 1977 hieß, Bezirksklasse in der Spielzeit 1945/46) sowie die Kreisvorsitzenden. Neben der Übersicht ist natürlich auch eine Zusammenfassung vorhanden, damit leichter zu ersehen ist, welcher Verein wieviele Meisterschaften erringen konnte. Zum Aufrufen des gesamten Beitrags klickt bitte auf

Die Kreisvorsitzenden:

Leider liegen aus den ersten Jahren keine genauen Informationen vor. Ab ca. 1948, eventuell auch früher, war Herr Sievers Kreisfußballfachwart, wie die Kreisvorsitzenden bis weit in die 50er Jahre bezeichnet wurden. Auf einem außerordentlichen Kreistag am 16.12.1950 wurde er abgelöst von Ernst Ohlwein, der anschließend für fast 25 Jahre die Geschicke des Kreises leiten sollte. Er übergab das Zepter am 10.05.1975 an Karl-Heinz Ehlert, der immerhin 17 Jahre den Kreisvorsitz innehatte. Am 15.05.1992 übernahm dann Klaus Jäger für fast sechs Jahre das Amt des Kreisvorsitzenden. Ihm folgte am 09.05.1998 Winfried Meyer, der jedoch bereits nach einer Amtsperiode am 05.05.2001 vom derzeit noch amtierenden Ludwig Stappert abgelöst wurde. Dieses Amt wird er fortführen; er wurde beim Zusammenschluss der Fußballkreise Brilon und Meschede zum neuen Fußballkreis Hochsauerland ebenfalls als Kreisvorsitzender gewählt.

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Die Kreisvorsitzenden in Kurzform (soweit bekannt):

Sievers (Winterberg) [? - 16.12.1950]

Ernst Ohlwein (TuS Medebach) [16.12.1950 - 10.05.1975]

Karl-Heinz Ehlert (SV Thülen) [10.05.1975 - 15.05.1992]

Klaus Jäger [15.05.1992 - 09.05.1998]

Winfried Meyer [09.05.1998 - 05.05.2001]

Ludwig Stappert [05.05.2001 - 30.06.2013]

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Die Meister der Kreisliga A (bis 1977 1. Kreisklasse, 1945/46 Bezirksklasse [s. u.])

Am häufigsten Meister - insgesamt 8 Mal - wurde der TuS Medebach, der sich auch die letzte Meisterschaft der Kreisliga A des Fußballkreises Brilon sichern konnte. Mit sieben Titeln dichtauf liegt der TSV Bigge-Olsberg (zuletzt 2011/12), der drei davon noch als TuS Bigge 06 errang (die zwei Meisterschaften des TV Olsberg, mit dem sich der TuS Bigge 06 1969 zusammenschloss, sind separat aufgeführt). Es folgen zwei Vereine mit je sechs Meisterschaften: SV Oberschledorn (zuletzt 1999/2000) und VfR Winterberg (zuletzt 1988/89). Ebenfalls zwei Vereine wurden jeweils fünf Mal Meister: Die SG Grafschaft (zuletzt 2002/03), wobei deren vier vorherige Meisterschaften vom SV GW Düdinghausen erreicht wurden (die Fusion von SV GW Düdinghausen und TuS Referinghausen erfolgte 1994) und FC Nuhnetal (zuletzt 2008/09), hier wurden drei Meisterschaften vom SuS SW Hallenberg erzielt (2004 fusionierten SuS SW Hallenberg und SSV Liesen). Der SV Brilon wurde vier Mal Meister (zuletzt 2007/08), RW Erlinghausen glückte drei Mal die Meisterschaft (zuletzt 1981/82). Es folgen fünf Vereine mit je zwei Meisterschaften und 14 Vereine mit einer Meisterschaft, welche der nachstehenden Liste zu entnehmen sind:

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8x TuS Medebach

7x TSV Bigge-Olsberg (4x, 3x als TuS Bigge 06)

6x SV Oberschledorn und VfR Winterberg

5x SG Grafschaft (1x, 4x als SV GW Düdinghausen) und FC Nuhnetal (2x, 3x als SuS SW Hallenberg)

4x SV Brilon

3x RW Erlinghausen

2x TuS Elmerborg Altenbüren, SG Hoppecketal/Padberg (1x, 1x als SV Beringhausen), VfB Marsberg, TV Olsberg, FC Siedlinghausen

1x TuS Antfeld, FC Assinghausen Wiemeringhausen Wulmeringhausen, SV Deifeld, TuS Elleringhausen, SuS GW Elpe, VfL Giershagen, TuS Hoppecke, TuS Madfeld, 1. FC Marsberg, Fortuna Messinghausen, SV Eresburg Obermarsberg, TuS Union Scharfenberg, SV Thülen und TuS Züschen

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Kurios: In den 68 Jahren des Bestehens des Fußballkreises Brilon gelang es keiner zweiten Mannschaft, Meister zu werden.

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Die Entscheidungsspiele

Auch im Fußballkreis Brilon mussten mehrere Male Entscheidungsspiele durchgeführt werden, um den Meister zu ermitteln. In den Jahren 1945/46, 1948/49 bis 1950/51 und 1954/55 bis 1958/59 war die 1. Kreisklasse (1945/46 Bezirksklasse, Erläuterung s.u.) zweigleisig. Danach gab es lediglich 1980/81 ein Entscheidungsspiel um die Meisterschaft, welches der Tabellenerste auch gewann. Der Einfachheit halber erfolgt die Darstellung der Entscheidungsspiele in Listenform. Der erstgenannte Verein ist bei den zweigleisigen Spielzeiten der Meister der Gruppe 1, letzterer jener der Gruppe 2. Die Spiele sind dabei aus Sicht des erstgenannten aufgeführt mit der Info, ob es für diesen ein Heim- (H) oder Auswärtsspiel (A) war oder ob es auf neutralem Platz (N) stattfand:

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1945/46 SV Brilon - SV GW Düdinghausen 3:0 (A) + 3:1 (H)

1948/49 RW Erlinghausen - SuS SW Hallenberg 0:0 (H) + 1:1 (A) + 0:2 (N)

1949/50 RW Erlinghausen - TuS Bigge 06 1:5 (A) + 1:2 (H)

1950/51 TuS Madfeld - VfR Winterberg 3:3 (H) + 3:2 (A)

1954/55 TuS Bigge 06 - RW Erlinghausen 0:0 (A) + 6:1 (H)

1955/56 VfR Winterberg - TuS Elmerborg Altenbüren 3:2 (H; annuliert) + 0:1 (A) + 3:1 (H) + 2:3 (N)

1956/57 FC Siedlinghausen - TuS Elleringhausen 0:1 (N)

1957/58 SuS SW Hallenberg - TV Olsberg 4:0 (N; erst gewertet, dann annuliert) + 1:2 (N)

1958/59 SuS SW Hallenberg - TuS Elleringhausen 2:1 nV (N)

1980/81 VfB Marsberg - SG Hoppecketal 3:1 (N)

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Die Meister der Kreisliga A (bis 1977 1. Kreisklasse, 1945/46 Bezirksklasse) Brilon in der Übersicht:

2012/13.TuS Medebach

2011/12.TSV Bigge-Olsberg

2010/11.FC Assinghausen Wiemeringhausen Wulmeringhausen

2009/10.SG Hoppecketal/Padberg

2008/09.FC Nuhnetal

2007/08.SV Brilon

2006/07.TuS Medebach

2005/06.TuS Union Scharfenberg

2004/05.FC Nuhnetal

2003/04.TuS Medebach

2002/03.SG Grafschaft

2001/02.TuS Züschen

2000/01.1. FC Marsberg

1999/00.SV Oberschledorn

1998/99.TuS Medebach

1997/98.TSV Bigge-Olsberg

1996/97.SV Oberschledorn

1995/96.TSV Bigge-Olsberg

1994/95.SV Eresburg Obermarsberg

1993/94.TuS Antfeld

1992/93.TSV Bigge-Olsberg

1991/92.TuS Medebach

1990/91.SV Oberschledorn

1989/90.VfB Marsberg

1988/89.VfR Winterberg

1987/88.SV Oberschledorn

1986/87.VfR Winterberg

1985/86.VfL Giershagen

1984/85.TuS Hoppecke

1983/84.TuS Elmerborg Altenbüren

1982/83.SV Thülen

1981/82.RW Erlinghausen

1980/81.VfB Marsberg*

1979/80.VfR Winterberg

1978/79.RW Erlinghausen

1977/78.FC Siedlinghausen

1976/77.SV Deifeld

1975/76.TuS Medebach

1974/75.SV Brilon

1973/74.Fortuna Messinghausen

1972/73.FC Siedlinghausen

1971/72.SV Beringhausen

1970/71.SV Oberschledorn

1969/70.SV Brilon

1968/69.SuS SW Hallenberg

1967/68.SuS GW Elpe

1966/67.TuS Medebach

1965/66.VfR Winterberg

1964/65.SV Oberschledorn

1963/64.VfR Winterberg

1962/63.SV GW Düdinghausen

1961/62.VfR Winterberg

1960/61.SV GW Düdinghausen

1959/60.TuS Medebach

1958/59.SuS SW Hallenberg*

1957/58.TV Olsberg*

1956/57.TuS Elleringhausen*

1955/56.TuS Elmerborg Altenbüren*

1954/55.TuS Bigge 06*

1953/54.SV GW Düdinghausen

1952/53.SV GW Düdinghausen

1951/52.RW Erlinghausen

1950/51.TuS Madfeld*

1949/50.TuS Bigge 06*

1948/49.SuS SW Hallenberg*

1947/48.TuS Bigge 06

1946/47.TV Olsberg

1945/46.SV Brilon*

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* = nach Entscheidungsspiel(en) [s.o.]

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Die Saison 1945/46

Der Spielbetrieb fand in dieser ersten Saison unter dem Dach des Volkssportverbandes (VSV) statt, der ersten Sportorganisation, die nach dem Kriege in Westfalen gegründet worden war. Der Volkssportverband hatte folgenden Aufbau (der genau umgekehrt zum heutigen war): Die (heutigen) Kreise wurden als Bezirke bezeichnet, mehrere Bezirke bildeten einen Kreissportverband.

Der Kreissportverband Sauerland (IV) war in die Bezirke Iserlohn (1), Arnsberg (2), Meschede (3) und Brilon (4) aufgeteilt. Eine übergeordnete Kreisliga (heute würde man Bezirksliga sagen) wurde nicht eingerichtet (es ist davon auszugehen, dass die räumlichen Entfernungen und damit verbundene Schwierigkeiten wie Beschränkungen, Ausgehverbote, Benzin- und Fahrzeugknappheit hier dies verhinderten), stattdessen spielten die Bezirke (heute Kreise) unter sich, so auch im "Bezirk" Brilon, in dem eine Bezirksklasse (entspricht der heutigen Kreisliga) in zwei Gruppen eingerichtet wurde. Drei Vereine sollten in die für die Spielzeit 1946/47 vorgesehene Kreisliga aufsteigen; als Meister setzte sich der SV Brilon in zwei Entscheidungsspielen gegen GW Düdinghausen durch, als dritter Aufsteiger qualifizierte sich der VfB Marsberg nach ursprünglich zwei Entscheidungsspielen gegen den TuS Medebach, wobei letztere es nach der 2:3-Hinspielniederlage auf eigenem Platz vorzogen, zum Rückspiel in Marsberg erst gar nicht anzutreten.

Zur Einrichtung dieser Kreisliga kam es dann allerdings nicht mehr, da der Volkssportverband und der Westdeutsche Spielverband (WSV) - ein weiterer in Westfalen entstandener Sportverband, der im südlichen Westfalen allerdings fast gar nicht vertreten war und meinen Informationen zufolge hier auch keinen Spielbetrieb durchführte, sein Schwerpunkt lag mehr im Ruhrgebiet - sich im Laufe des Jahres 1946 vereinigten und schließlich am 08.11.1946 den Westfälischen Fußball-Ausschuss bildeten, aus dem später der FLVW hervorging. Die Ligenbezeichnungen wurden vom WSV übernommen, sodass der Aufstieg obiger drei Vereine zur Saison 1946/47 dann in die Bezirksklasse erfolgte, während die beiden Gruppen der Bezirksklasse Brilon von 1945/46 zu einer eingleisigen 1. Kreisklasse Brilon 1946/47 zusammengefasst wurden.

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Auch wenn das Zusammentragen dieser Daten mit größter Sorgfalt erfolgte, lassen sich Fehler natürlich nie ganz ausschließen. Bei Hinweisen, Ergänzungen oder Anmerkungen bitte ich daher um eine kurze Mitteilung. Meinungen sind natürlich ebenfalls willkommen.

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